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WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY

 

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23.1.1898 Wilhelm Nicolaus Prachensky wird als Sohn des aus Böhmen stammenden Josef Prachensky und seiner Frau Maria geboren. 
1912 - 1916 Prachensky volontiert im Innsbrucker Volkskundemuseum. Ab 1913 besucht er die Innsbrucker Staatsgewerbeschule. Der Direktor der Staatsgewerbeschule Tony Grubhofer fördert Prachensky nachhaltig.
1916 Vermutlich erste Ausstellung bei Czinchna in Innsbruck.
Prachensky wird im Mai zum Ersten Tiroler Kaiserjägerregiment zur Ausbildung nach Steyr eingezogen.
1917 Im Februar wird Prachensky an die Dolomitenfront verlegt. Mit der 6. Kompanie wird er in Stellungen am Pasubio, am Roiterücken, am Col Santo und am Cosmagon eingesetzt. Bilder von Stellungen und Landschaften entstehen, deren Stil er in Briefen als "sehr zeitgemäß" bezeichnet.
1918 Im Feber ist Prachensky an der "Kunstausstellung - Die Kaiserjäger im Weltkriege" in den Innsbrucker Stadtsälen vertreten. Im Oktober erhält Prachensky den Aufnahmebescheid der Münchner Akademie und studiert bei Angelo Jank und besucht Kurse bei Prof. Mollier. 
1919 Prachensky richtet sich im Dach des Innsbrucker Elternhauses ein Atelier ein, arbeitet an einem graphischen Design für F. Gruener "Vom lieben Ich" (1921 in Innsbruck erschienen). 
                                                      

Er beteiligt sich am "Künstlerfest Groeberklasse 1919" der Münchner Akademie.                                            
1920 Seine erste dokumentierbare Einzelausstellung findet im Innsbrucker Kunstsalon Unterberger statt. Diese Ausstellung ist ein großer Erfolg und zahlreiche Tiroler Künstlerkollegen besuchen sie, wie etwa Welzenbacher, Holzmeister, Nikodem und Nepo. Gezeigt wurden Stadtansichten von Hall, München und Innsbruck sowie Berglandschaften aus Tirol.
1921 Weitere Einzelausstellungen im Tiroler Landesmuseum und im Kunstsalon Unterberger in Innsbruck folgen. Beteiligung am Wettbewerb für die Plakatwerbung der Erler Passionsspiele.
1922

                                                          
1923 Prachensky gewinnt den zweiten Preis beim Wettbewerb für ein Kriegerdenkmal in Schwaz, Tirol.
1924 Er beteiligt sich an der Ersten Tiroler Kunstausstellung in der Innsbrucker Messehalle. Mit den ersten graphischen Gestaltungen für die von Herbert Stifter herausgegebene Zeitschrift "Tyrol" beginnt nicht nur die Freundschaft mit Stifter, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen des Designs für die Tourismuswirtschaft. Stifter übersiedelt in die Nachbarschaft Prachenskys am Bergisel. 
Die erste architektonische Arbeit entsteht mit der Gestaltung der Halle im Grandhotel Kitzbühel. In den folgenden Jahren entwirft er zahlreiche weitere Um- und Zubauten des Hauses. 
Mit einer Reise nach Südtirol und Italien beginnt eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem europäischen Stadtbild. In Venedig entstehen zahlreiche Aquarelle, die später im "Bergland" publiziert werden. 
1925 Prachensky ist Mitbegründer der Tiroler Künstlervereinigung "Waage" mit Hans Andre, Leo Sebastian Humer, Ernst Nepo und Franz Santifaller. Spätere Mitglieder sind Rudolf Lehnert, Rudolf Wacker, Alfons Schnegg, Erwin Merlet und Anton Hofer. Die erste Ausstellung der "Waage" findet im Kunstsalon Unterberger statt. Prachensky und die "Waage" sind maßgeblich an der Organisation der "Tiroler Kunstausstellung" in Gelsenkirchen, Düsseldorf, München und anderen Städten beteiligt. 
Zweite Italienreise nach Fiesole und Arezzo.
1926 Prachensky arbeitet in Deutschland, Zürich und Paris.
1927 Ausstellungsbeteiligung bei der "Repräsentative Tiroler Kunst" in der Wiener Secession und an der Ausstellung Tiroler Künstler im Nemzeti Salon in Budapest. Eine Reise führt ihn an den Gardasee.
1928 - 1929 Prachensky arbeitet an architektonischen Gestaltungen von Geschäftslokalen in Innsbruck. 
Mehrere Studienreisen führen ihn nach Südtirol, zu den Donaustädten Passau, Dürnstein und Weissenkirchen sowie nach Heidelberg.
1930 Prachensky heiratet Henriette Hnidy, die er seit 1919 kennt. 
Das wichtigste Architekturprojekt ist die Einrichtung der Stube und des Speisesaals im Gasthof Weißes Rössl in Gries am Brenner. Reisen an den Bodensee und nach Luzern.
1931 Längerer Aufenthalt in nach Bologna, Genua, Rapallo, Pisa, Florenz, Siena und San Gimignano.
1932 Geburt des Sohnes Markus, der einer der wichtigsten österreichischen Künstler des Informell mit internationaler Anerkennung ist und seit 1983 eine Professur an der Wiener Akademie der Bildenden Künste leitet.
1933 Gemeinsam mit seinem Bruder Theodor entwirft er die Fassadengestaltung des Sparkassengebäudes in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße und das darin befindliche Verkehrsbüro. 
1933 - 1935

 

Wichtige architektonische Arbeiten entstehen. So etwa die Fassadengestaltung des Sparkassengebäudes in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße und das darin befindliche Verkehrsbüro, der Umbau des Feinkostgeschäfts Andrä Hörtnagl (Burggraben Innsbruck), Umbauten der Zentralapotheke (Anichstrasse Innsbruck), das Nebenhaus des Grandhotels in Gossensaß, die Bar im Golfhotel Igls und die Fassade, Portal und Vorraum des Grandhotels Gröbner in Gossensaß. 
Ab 1934 arbeitet der Neffe Hubert Prachensky, der Meisterschüler bei Clemens Holzmeister an der Wiener Akademie ist, im Architekturbüro mit. 
Eine Reise nach Tschechien führt Prachensky über Salzburg nach Prag, Brünn und Znaim.
1936 Prachensky erhält den Österreichischen Staatspreis für Malerei für ein Bild der Wiener Karlskirche.
1937 Wilhelm Nicolaus Prachensky erhält die staatliche Befugnis als  Architekt.
1938 - 1945 Prachensky leistet in der Deutschen Wehrmacht Kriegsdienst.
   
Es entstehen zahlreiche Zeichnungen und Städtebilder aus Polen und Frankreich.
1945 - 1955 Gemeinsam mit seinem Neffen Hubert gründet Wilhelm Nicolaus Prachensky ein Architekturbüro in der Innsbrucker Templstraße, das vor allem mit Aufgaben des Wiederaufbaus und Bauten für den Tourismus beschäftigt ist. 
Eine expressive Werkphase bringt in der Malerei. Wendung zu einem von der klassischen Moderne inspirierten Kolorismus.
Es entstehen zahlreiche Temperaarbeiten auf Reisen und in seiner Tiroler Heimat, sowie von Farbe glühende Aquarelle, die sich schon der Abstraktion nähern.
     
1955                  
11.3.1956 Wilhelm Nicolaus Prachensky stirbt in Innsbruck.    

 


WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY - WERKSVERZEICHNIS



Zur Erstellung eines möglichst vollständigen Werkkataloges von Wilhelm Nicolaus Prachensky bitten wir Besitzer von Arbeiten des Künstlers und diese, bzw. deren Standorte bekannt zu geben. 
Weiters wären wir über Hinweise zum Leben und Werk sehr dankbar.

Alle Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe,
Josef Maier

 

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